USA wollen tausenden Ausländern ihre Visa entziehen
Die USA wollen tausenden Ausländern ihre Visa entziehen. Das Außenministerium erklärte am Dienstag in Washington, die Regierung von Präsident Donald Trump wolle damit gegen "Betrug" vorgehen. Betroffen sind Menschen, die mit einem Touristen- oder Geschäftsvisum in die USA eingereist sind und dann vor Ort Asyl beantragt haben. Medien berichteten über bis zu 200.000 Fälle.
Die Visa mit den Bezeichnungen B1 und B2 seien "für Personen bestimmt, die in ihre Heimat zurückkehren wollen", erklärte der Sprecher von US-Außenminister Marco Rubio, Tommy Pigott. "Ein Visum zu beantragen, um dann einen Asylantrag zu stellen, ist Betrug – und stellt einen Grund für den Entzug des Visums dar."
Zur Zahl der womöglich Betroffenen äußerte sich der Sprecher nicht. Der Prozess sei "fortlaufend", und die Zahl der Betroffenen werde sich "dynamisch" erhöhen, hieß es lediglich. Visa seien ein Privileg und kein Recht.
Deutsche Staatsbürger benötigen für bis zu 90-tägige Aufenthalte in den USA kein Visum. Für sie reicht eine elektronische Einreisegenehmigung (Esta), die vor Reiseantritt über die offizielle Webseite oder App der US-Regierung beantragt werden muss.
Wer länger als 90 Tage bleiben will, braucht ein B1-Visum für Geschäftsreisen oder ein B2-Visum für Tourismus. Diese Visa sind kostenpflichtig und müssen über die US-Konsulate oder die zuständige Botschaft beantragt werden.
Seit Trumps erneutem Amtsantritt im Januar 2025 hat seine Regierung das Vorgehen gegen Zuwanderer massiv verschärft. Davon betroffen sind hunderttausende Menschen, die sich bisher illegal oder auch legal in den Vereinigten Staaten aufhielten.
B.Mitchell--VC