Polizei löst Blockadeaktion vor Lüttich-Kaserne in Köln auf
In Köln hat die Polizei am Donnerstag eine Blockadeaktion vor einer Kaserne der Bundeswehr aufgelöst. Die unangemeldete Versammlung mit rund 140 Teilnehmern wurde wegen Verstößen gegen das Versammlungsgesetz beendet, wie die Polizei in der nordrhein-westfälischen Stadt mitteilte. Die zum Teil vermummten Demonstranten blockierten demnach am Morgen die Zufahrt zur Lüttich-Kaserne. Trotz mehrfacher Aufforderung hätten sie ihre Vermummung nicht abgelegt.
Der Betrieb der Kaserne im Stadtteil Longerich sei durch die Blockade nicht beeinträchtigt worden, hieß es weiter. Die Polizei habe Strafverfahren eingeleitet. Die Teilnehmer der Blockadeaktion erhielten zudem Platzverweise. Der Einsatz samt Identitätsfeststellungen dauerte zunächst an.
Auch in Bonn gab es am Donnerstag eine Protestaktion. Am Vormittag meldete eine Pförtnerin der Polizei mehrere Menschen an der Werkszufahrt des Rüstungskonzerns Rheinmetall im Stadtteil Beuel, die sich dort auf der Fahrbahn festgeklebt hätten. Auch hier dauerte der Polizeieinsatz zunächst an.
Bereits in der Nacht zum Donnerstag beschmierten in Bonn unbekannte Vermummte ein Gebäude der Gemeinsamen Organisation für Rüstungskooperation mit roter Farbe. Wegen des politischen Hintergrunds übernahm der polizeiliche Staatsschutz die Ermittlungen.
Die Vorfälle ereigneten sich während eines mehrtägigen Protestcamps des Bündnisses "Rheinmetall entwaffnen" in Köln. Das Camp im Inneren Grüngürtel läuft noch bis Sonntag und richtet sich nach eigenen Angaben gegen Aufrüstung und Militarisierung.
P.King--VC