Frühere IS-Anhängerin in Frankfurt am Main zu Bewährungsstrafe verurteilt
Eine frühere IS-Anhängerin ist in Frankfurt am Main zu einer Bewährungsstrafe verurteilt worden. Wie das Oberlandesgericht nach Angaben vom Montag feststellte, lebte die heute 36-Jährige mehrere Jahre lang in Syrien in einem Gebiet, das die Dschihadistenmiliz Islamischer Staat (IS) kontrollierte. Die deutsche Staatsbürgerin sei 2014 nach Syrien gereist, um sich dort dem IS anzuschließen.
2016 wurde sie dem Urteil vom Freitag zufolge die Zweitfrau eines IS-Kämpfers, gebar ein Kind und lebte als Hausfrau und Mutter. Sie habe ihren Ehemann unterstützt und die Tochter nach der radikal-fundamentalistischen Glaubensauslegung des IS erzogen, erklärte das Gericht.
Ende 2017 habe sie den IS verlassen, 2018 sei sie von kurdischen Einheiten festgenommen worden. Nach einer Flucht aus einem Flüchtlingscamp 2019 habe sie sich in der Türkei aufgehalten. Dort wurde sie 2022 festgenommen und schließlich nach Deutschland abgeschoben.
Verhängt wurde nun eine Freiheitsstrafe von eineinhalb Jahren zur Bewährung wegen der Mitgliedschaft in einer ausländischen terroristischen Vereinigung. Da weder die Anklagevertreter noch die Angeklagte selbst gegen das Urteil vorgingen, wurde es rechtskräftig.
Q.Wright--VC