"Ex and the City": Guardiola schockierter Beobachter
Pep Guardiola blickte unter seiner Schiebermütze ungläubig, ja teils schockiert auf das, was da mit seinem früheren Team in der Champions League passierte. Manchester City wurde von Titelverteidiger Paris Saint-Germain am zweiten Spieltag der Ligaphase beim 2:4 (0:3) streckenweise vorgeführt, der Guardian sprach von einem "gebieterischen" Auftritt von PSG, die Sun witzelte von einem "traumatisierten" Star-Trainer Guardiola beim Spiel unter dem Motto "Ex and the City".
Die derzeit Verantwortlichen der beiden Großklubs betrachteten die spektakuläre Partie im Nachgang eher nüchtern. "Es ist ein schönes Gefühl, aber ich muss betonen: Heute hatten wir Glück, denn in der zweiten Hälfte hätten wir durchaus noch mehr Gegentore kassieren können", sagte PSG-Coach Luis Enrique.
Désiré Doué (13.), Ousmane Dembélé (15.) und Vitinha (32.) hatten zwar bereits vor der Pause für ein komfortables Polster des Titelverteidigers gesorgt. Im zweiten Durchgang verkürzte City aber durch Erling Haaland (53., 75.). Eine Aufholjagd gelang nicht, weil Maghnes Akliouche (63.) für PSG abermals zuschlug.
Für Manchester endete im ersten Champions-League-Spiel seit dem Schuldspruch im beispiellosen Finanzskandal damit eine lange Siegesserie: Die vergangenen acht Spiele hatte das Team gewonnen.
"Wir können aus diesem Abend viel lernen", sagte Guardiolas Nachfolger Enzo Maresca: "Selbst wenn wir gegen die beste Mannschaft Europas zwei Gegentore innerhalb von zwei Minuten kassieren, müssen wir weitermachen. Ich versuche, weiterhin von den Spielern zu lernen, schließlich bin ich erst vor drei Monaten dazugestoßen, aber das Gefühl ist im Moment sehr gut."
K.Sidhu--VC