Vancouver Courier - Dänische Bauern protestieren gegen schärfere Düngeregeln

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Dänische Bauern protestieren gegen schärfere Düngeregeln
Dänische Bauern protestieren gegen schärfere Düngeregeln / Foto: © Ritzau Scanpix/AFP

Dänische Bauern protestieren gegen schärfere Düngeregeln

In der dänischen Hauptstadt Kopenhagen haben am Dienstag hunderte Landwirte gegen ein geplantes Gesetz zur Düngemittel-Regulierung protestiert. Wie eine AFP-Journalistin berichtete, beteiligten sich mehr als tausend Bäuerinnen und Bauern mit rund 200 Traktoren an dem Protest. Sie beklagten unter anderem, dass es "kein Verständnis und keine Unterstützung mehr für den Erhalt der Landwirtschaft in Dänemark" gebe, wie die 63-jährige Landwirtin Lene Otte zu AFP sagte.

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Der Gesetzesentwurf zielt darauf ab, den Abfluss von Düngemitteln von landwirtschaftlich genutzten Flächen zu verringern und die Treibhausgasemissionen von Agrar- und Forstwirtschaft stärker zu regulieren. Unterstützt wird er von einer politischen Mehrheit. Innerhalb der Liberalen Partei, die traditionell dem Agrarsektor nahesteht, haben jedoch bereits fünf von 18 Abgeordneten ankündigt, sich der Parteilinie widersetzen und am Donnerstag im Parlament gegen die neuen Vorgaben stimmen zu wollen.

Im Falle einer Verabschiedung würde für Landwirte ab 2027 eine Emissionsquote gelten, die sich unter anderem nach der in ihrem Einzugsgebiet nötigen Verringerung des Stickstoffausstoßes richtet. Außerdem müssten sie einen Teil ihrer Flächen in Naturräume umwandeln.

Trotz seiner geringen Größe ist Dänemark ein bedeutender Exporteur von Milchprodukten und Schweinefleisch. Nach Angaben des nationalen Statistikamtes werden aktuell 61 Prozent der Fläche Dänemarks landwirtschaftlich genutzt, womit das Land zusammen mit Bangladesch den höchsten Anteil an landwirtschaftlich genutzter Fläche aufweist. Zugleich ist nach Angaben der dänischen Umweltbehörde eine Fläche von 7500 Quadratkilometern von Sauerstoffverarmung des Wassers betroffen, was insbesondere Meeresökosysteme bedroht.

D.Wilson--VC